Empfehlung: Aktuelle Strategien von AfD & Co. – Zwischen Corona-Protesten und Bundestagswahl (onlinevortrag 14.06.)

Montag 14.06.21 | 19:00 Uhr | Vortrag mit Robert Andreasch:

Aktuelle Strategien von AfD & Co. – Zwischen Corona-Protesten und Bundestagswahl

Unsere Veranstaltungsreihe zu Ideologien, Strukturen und Aktionen der (Neuen) Rechten pausiert in Juni. Der nächste Vortrag ist am Do 15.07.21 zum Thema „Klimaleugnung, Klimaskepsis und die neue Rechte“.

Für alle, die im Juni auch gerne einen Vortrag hören wollen, empfehlen wir am 14.6 um 19 Uhr. den von NullAcht51 – Antifaschistische Gruppe in Passau organisierten Online Vortrag mit Robert Andreasch zum Thema „Aktuelle Strategien von AfD & Co. – Zwischen Corona-Protesten und Bundestagswahl“.

Den Zugangscode bitte per Facebook oder Mail nullacht51@inventati.org anfragen.

Im folgenden der Ankündigungstext:

Aktuelle Strategien von AfD & Co. – Zwischen Corona-Protesten und Bundestagswahl

Zehntausende gingen bei den sogenannten „Coronaprotesten“ in den letzten Monaten auf die Straßen. Damit hat sich nach PEGIDA erneut eine reaktionäre (Straßen-) Bewegung zusammengefunden. Wo Antisemitismus und Verschwörungswahn oft die Grundlagen bildeten, wurden, wenig überraschend Gewalt-, Putsch- und Umsturzphantasien populär. Und jetzt? Einerseits scheint mit dem Rückgang der Pandemie den „Querdenker_innen“ etwas die Luft ausgegangen zu sein. Andererseits ist ein diffuser Handlungsdruck entstanden, dem das gemeinsame ‚Auf die Straße gehen‘ und das soziale Miteinander in den Chatgruppen nicht mehr ausreicht; es kommt z. B. zu militanten Anschlägen auf Testzentren.

Gleichzeitig ruft sich das andere faschistische Problem in Erinnerung: die AfD. Knapp vier Monate vor der Bundestagswahl sagen Wahlforscher_innen voraus, dass die „Corona-Partei“ in Sachsen fast alle Direktmandate erringen könnte. Eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt steht die AfD dort in Umfragen als stärkste Partei da. Laut bürgerlicher Politik und Medien hätte es ganz anders kommen sollen. Sind die „extrem rechten Looser“ (Frankfurter Rundschau, März 2021) nicht „in der Krise“ (taz, August 2020), „erfolglos“ (FAZ, Februar 2021), im „absehbaren Niedergang“ (junge Welt, Dezember 2020)? Steht die AfD nicht „in Nöten wie nie zuvor“ (Die Zeit, Dezember 2020), im „Abseits“ (RND, März 2021), vor dem „Abgrund“ bzw. vor dem „Anfang vom Ende“ (Der Spiegel, März 2021)?

Robert Andreasch versucht, etwas Orientierung zu schaffen und einen Ausblick zu geben, was uns in den nächsten Monaten von ganz rechtsaußen erwartet. Dafür hat er sich in der letzten Zeit nicht nur die Pandemieleugner_innen von innen und außen angeschaut, sondern auch die bayerische AfD, ihre aktuellen Kampagnen sowie die Strategien, denen AfD und andere extreme Rechte (nicht nur) im kommendenundestagswahlkampf zu folgen versuchen.

Robert Andreasch recherchiert als Autor, freier Foto- und Hörfunkjournalist über die radikale Rechte in Bayern. Er ist zudem Mitarbeiter der „antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München“ (a.i.d.a. e. V.).